


Die im sehr jungen Alter gemachten Erfahrungen bestimmen im Wesentlichen welches Verhältnis ein Kind zum Wasser hat. Geistigbehinderte reagieren also wie Nichtbehinderte ängstlich oder aufgeschlossen auf das Element Wasser. Bei Geistigbehinderten reicht jedoch schon eine als bedrohlich empfundene Situation im Wasser aus, um ihnen für den Rest des Lebens die Freude am Baden zu nehmen. Auch die Angst vor dem Unbekannten kann sich sehr erschwerend auf die mentale Anpassung im Wasser auswirken. Während die Angst vor dem Wasser bei Nichtbehinderten mit zunehmenden Alter beherrschbar wird, verfestigt sich bei Geistigbehinderten die Ängstlichkeit.
Die Absicht bei heilpädagogischem Schwimmen besteht darin mangelndes Vertrauen und Angst mit der Hilfe von Wassergewöhnungskursen und Wasserbewältigungskursen zu überwinden, das Selbstbewusstsein und den Spaß an der Bewegung im Wasser zu steigern.
In der Freizeit und im Therapiebereich ist Schwimmen mit Behinderten wichtig. Psychische und körperliche Störungen des beeinträchtigten Menschen können durch den bewegungsauslösenden Charakter des Mediums Wasser gelindert werden.
Muskeln, Bänder und Gelenke werden durch den Auftrieb des Wassers entlastet. Dadurch werden körperliche und psychomotorische Schwächen behandelt und können ausgeglichen werden.
Das Schwimmen stellt für den geistig behinderten Menschen eine intensive Koordinations- und Gleichgewichtsschulung dar, die der Alltagsbewältigung zu Gute kommt und das Selbstvertrauen stärkt.
Beim heilpädagogischen Schwimmen steht nicht die Beherrschung der perfekten Schwimmtechnik, sondern das praktische Handel im Vordergrund.
Die Menschen lernen, sich in einer eventuellen Notsituation über Wasser zu halten!
Durch eine Kooperationen mit der Eifeltherme Zikkurat in Mechernich-Firmenich sind Schwimmkurse während der normalen Öffnungszeiten möglich. Für weitere Informationen klicken Sie hier